Im Jahr 2018 sind wir zuletzt bei Mavuno gewesen und daraus sind einige schöne und interessante Ausstellungen in Bayern (z.B. in Dorfen am Gymnasium, Stadtbücherei und Stadtcafé Freising, etc. ) und Vorträge wie im Lions Club Chemnitz und zu den Kinonächten Chemnitz entsprungen.
Aus eigenen Geldern durch Marian´s Kunst, in Höhe von ca. 4.000€, konnten im Sommer 2019 ein Getreidesilo finanziert werden. Das Silo ermöglicht das Lagern von 30 Tonnen Lebensmitteln wie Getreide oder Mais und dient somit wesentlich zur Nahrungssicherung und der Erhöhung der Lagerkapazitäten. Denn schon oft sind durch schlechte Lagermöglichkeiten die Ernte von Schädlingen und Pilzen befallen worden. Zusätzlich können höhere Erträge beim Verkauf der gelagerten Lebensmitteln außerhalb der Saison erzielt werden. Dadurch erhöhen sich die Lebensstandards und Möglichkeiten der Ausbildung von Kindern. Von dem Bau des Silos profitieren ca. 700 Personen in der Region um Rukole in Kagera, Tansania. Da noch mehr Familien Lagerkapazitäten für ihre Ernte benötigen, sollen zwei weitere Silos realisiert werden, sobald genügend finanzielle Mittel zur Verfügung stehen.

 


Außerdem haben wir einen Kontakt mit dem Bio-Lebensmittelhersteller Rapunzel hergestellt. Es hat sich eine erfolgreiche Förderung durch den HAND IN HAND-Fonds von Rapunzel und der deutschen Umwelthilfe für einen neue Wassertank ergeben. Nun kann vor allem während der Regenzeit Wasser aufgefangen und in dem 77.000 Liter Tank gespeichert werden. So erhalten die Bewohner zum einen sauberes Trinkwasser und damit auch bessere hygienische Bedingungen und zum Anderen kann die eingesparte Zeit, um das Wasser zu holen, für nachhaltige, landwirtschaftliche Arbeit und Bildung genutzt werden. Der im Sommer 2020 fertiggestellte Tank versorgt ca. 450 Menschen endlich mit sauberen Trinkwasser.

Die Planung und der Bau des Silos sowie des Wassertanks erfolgte durch einheimische Ingenieure. Die Bauern übernahmen die Verantwortung für das Projekt durch Materialbeschaffung und Verpflegung der aus der Region stammenden Arbeiter. Gleichzeitig fanden Ausbildungen der Bauern in Unterhaltung, Wartung und Reparaturen der Anlagen statt, wofür sie nun selbst verantwortlich sind. Bei Problemen sollen sich die Menschen selbst helfen können oder sich falls erforderlich an Mavuno wenden. Somit sind sie nicht abhängig von externer Hilfe. Sie werden in die Arbeiten einbezogen und lernen durch das gemeinsame Projekt Verantwortung zu übernehmen.

 

 

Vielen lieben Dank an alle Spender, an Rapunzel und der deutschen Umwelthilfe für die Unterstützung!

Seit 2018 fällt der Kaffeepreis für die Bauern in Tansania immer weiter nach unten, was vielen Familien große finanzielle Probleme bereitete. Deshalb bitten wir auch weiterhin, um Unterstützung und Spenden für die Menschen von Mavuno, sodass auch sie eine Chance haben sich weiterzuentwickeln.

>>>  WWW.MARAFIKI.DE <<<

>>> WWW.SPRING-OF-HELP.DE <<<

 

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Mitgliederversammlung Marafiki wa Africa e.V. 2019

 

Kurzbericht: Besuch 25Jahre Mavuno  Reisegruppe Marafiki wa Africa August 2019

Ein Teil der Gruppe besuchte zuerst die Baramba Girls Secondary School. Neben einem „international meeting“ von MAT- (Marafiki wa Afrika Tansania) und MAG- (Marafiki wa Afrika Germany) Mitgliedern mit einer Diskussion über Vertiefungsmöglichkeiten des Austausches und der Freundschaft (Miriam hat Protokoll geschrieben), gab es auch ein „summerfeast“ mit in kleinen Runden aufgestellten Stühlen, wo man sich wild durcheinander setzen sollte und in Kontakt kommen konnte. Dabei lernte man die Lehrer der Baramba kennen, MAT-Mitglieder, Bedienstete etc. Die Feier hatte natürlich auch viel mit Essen und Trinken zu tun! Es wurde extra eine Ziege am Spieß gegrillt, ein sehr bunter Kuchen gemeinschaftlich angeschnitten und sich – wie es wohl traditionell so üblich ist – gefüttert (Christine musste da durch…) und einiges an blubbernden Wässern (Bier, auch Sekt, Fanta Cola) verteilt. Bis die Sonne unterging saß man im abgezäunten „Garten“ neben dem Fußballfeld vor dem Schulgelände. Irgendwann kamen dann auch die Nachbarkinder dazu und haben z.B. der Theresa (10 Jahre, Tochter von Christine u Georg) den Fleischspieß abgejagt – da hatte sie dann mal kurz echt schlechte Laune… Wir besuchten auch einige MAT-Mitglieder zu Hause und bekamen so einen sehr wertvollen Einblick in deren Leben und deren Arbeit!

Ein ganz besonderer Eindruck bleibt uns von der nun endlich gelösten Wasserproblematik: es konnte 2018 ein Brunnen gebohrt werden, die Pumpe läuft dank der privaten Spende einiger Marafikis nun solarbetrieben – und: das Wasser hat Trinkwasserqualität!! D. h. auch wir Besucher konnten mit dem Wasser unsere Zähne putzen und es einfach trinken – ohne Probleme.
David Bukoszo erntet an seiner Hauswand eine Luffa-Gurke
Das Großereignis war die Einweihung des Laborkomplexes: Labore für Chemie, Biologie und Physik. MAG hat über BENGO einen Antrag an die Bundesregierung gestellt und die Finanzierung somit ermöglicht. Getrennte Labore sind für den Weiterbetrieb der Schule vorgeschrieben. Ein sehr schöner und sehr repräsentativer Bau, der dem anwesenden Politiker die Idee entlockte, daraus eventuell ein Ausbildungszentrum für LehrerInnen in diesen Fächern zu machen. Erst mal will der Manager der Schule Isajas Bambara die Mädchen noch mehr für die wissenschaftlichen Fächer begeistern und sie in dieser Richtung fördern. Bei der Einweihung gab es gleich Vorführungen in den verschiedenen Bereichen (z.B: ein seziertes Meerschweinchen…) und viele Reden und Tänze. Gerade unsere Jungs durften da mitmachen und haben sich echt wacker geschlagen. Dank an Jakob und Gabriel.

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Eigentlich eingeladen hatte MAVUNO zur Feier ihres 25-jährigen Jubiläums und des ersten Abschlussjahrgangs der Chonyonyo Girls Modal Secondary School. Die ersten Tage dort waren ausgefüllt mit den Besuchen der Dörfer und am Abend mit Informationen zu den einzelnen Schwerpunkten bei MAVUNO (z.B. powerpoint zur Landwirtschaft von Ibrahim und zur Secondaryschool von Gloria). Die Präsentationen liegen vor und genauere Informationen erhalten die Marafikimitglieder und Freunde von Marafiki darüber am 28.9. ab 14 Uhr beim Treffen im St. Georgshaus in Freising. Wer da keine Zeit hat, kann zum fairen Mittagessen am 22.9. um 12 Uhr auch ins St. Georgshaus kommen (Anmeldung bei Kolping Freising) und danach ab 13.15 Uhr eine kurzen Einblick mit Bildern erhalten. Vortrag kann auch ohne Essen – und dann ohne Anmeldung – besucht werden.
Der Vorabend der Feier wurde mit einem Gottesdienst auf dem Fußballfeld eingeleitet und auf dem Vorplatz des Waisenhauses gab es noch Showeinlagen der Mädchen. Tags darauf war die große Feier angesetzt. Am Vormittag kamen fast 2000 (!) Menschen auf den großen Platz. Es war eine Ehrentribüne gebaut worden, wo in der ersten Reihe die politische Prominenz Platz fand. Unter anderem der Minister of trade and industry der tansanischen Regierung Mr. Innocent Bashungwa. Dahinter dann die ganzen MAVUNO-Verantwortlichen und die Bürgermeister etc. der Nachbargemeinden. Dann die Marafikis. Ingenieure ohne Grenzen Schweden und Deutschland waren auch da, z.T. ganz vorne am Repräsentieren, uns war die dritte Reihe ganz recht, denn die Veranstaltung dauerte bis in den Nachmittag – an diesem Ort erst mal. Es wurde viel geredet, u.a. Christine und Miriam hielten ein Grußwort, aber es gab auch Showeinlagen. U.a. trat die in ganz Afrika bekannte Sängerin Saida Karolin mit TänzerInnen auf. (das Video der Veranstaltung könnt ihr auf youtube ansehen) Aber auch die Mädchen der Schule hatten ihren Anteil. Das Mittagessen hat sich auf ca. 15 Uhr verschoben, weil man natürlich erst anfängt, wenn alle wichtigen Personen anwesend sind (also 2 Stunden später). Es konnten tatsächlich fast 2000 Personen verpflegt werden! Im Anschluss gab es dann noch die Abschlussfeier der Schülerinnen und weitere Tänze und Showeinlagen. Bis zum Sonnenuntergang, der ja in der Nähe des Äquators um ca 18 Uhr beginnt und innerhalb einer halben Stunde vorbei“saust“ wurde gefeiert, dann fielen alle völlig fertig ins Bett. Mavuno hat mittlerweile 1667 Mitgliedsfamilien, die sich im Bereich Landwirtschaft, Erziehung/Bildung, Nachhaltigkeit engagieren. Dazu kommt nun zusätzlich die Bienenhaltung. Ökologische Landwirtschaft mit eigenem organischen Dünger etc. ist schon lange Teil der Arbeit bei Mavuno.

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Neben diesen repräsentativen Aufgaben haben die 21 Marafiki-Mitglieder, die die Reisegruppe umfasste auch die Aufgaben von MAG sehr ernst genommen. Wir hatten verschiedene Fragen der Mitglieder mitgebracht zum Thema Landwirtschaft, was können die gut ausgebildeten Mädchen nach der Secondaryschool für Berufe ergreifen, wie ist die wirtschaftliche Stimmung im Land, wie ist die politische Stimmung unter Magufuli etc. Besonderes Augenmerk haben wir auf die Frauen und Mädchen gerichtet. Es gab einen eigenen Fragebogen zum Thema „Starke Frauen“. Neben unseren doch sehr zeitintensiven repräsentativen Aufgaben haben wir es geschafft, eine ganze Reihe solcher starker Frauen zu interviewen. Im Rahmen der fairen Woche wird diese Arbeit als Fotoausstellung mit Interviews (gut lesbar aufgearbeitet) vom 13.9.-6.10. in den Räumen von „Lebensart“ in der Erdingerstr. In Freising hängen. Die Ausstellung kann dann auch von Marafikis für ihre Stadt / Gemeinde / Kirche ausgeliehen werden oder auch im Rahmen weiterer Bildungsarbeit unter vorstand@marafiki.de gebucht werden. Der Fragebogen eignet sich auch, um starke Frauen in der eigenen Gemeinde zu interviewen und so auch zu verschiedene Schwerpunkten ins Gespräch zu kommen. Vielleicht findet sich ja gleich bei der Vernissage am 13.9. um 19 Uhr bei Lebensart die ein oder andere starke Frau aus Freising, die sich hier einbringen möchte?!
Außerdem besuchten wir noch Isajas´ Kohleprojekt im ehem. Bugene Youth Vocational Training Center und einige begleiteten Didas zu seiner Wirkungsstätte.
Es grüßt im Namen der Reisegruppe
Christine Albrecht

20200121-DSC_0872Günther Sesselmann v. „Fashion and more“, Christine Albrecht und Marian Kretschmer Verkauf fairer Kaffee für Mavuno in der Fairen Woche in Freising